Fakt oder Fake? Mythen und Vorurteile bei Neurodermitis
Shownotes
Noch immer ranken sich zahlreiche Mythen und Vorurteile um Neurodermitis. Nicht selten werden Menschen, die von der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung betroffen sind, daher mit Fehlinformationen konfrontiert. Dabei ist es nicht immer leicht, den Vorurteilen und Mythen souverän zu begegnen. Deshalb haben wir es uns in dieser Folge zur Aufgabe gemacht, diese einem gründlichen Faktencheck zu unterziehen. Dabei räumen wir mit verbreiteten Missverständnissen auf und beleuchten Aussagen wie „Neurodermitis ist ansteckend“ oder „Neurodermitis ist doch nur ein Hautausschlag“. Was an solchen Behauptungen dran ist, das erzählt die Dermatologin Dr. Karoline Jungclaus. Im Gespräch mit Moderatorin Alissa Stein und Co-Moderator Dr. Max Tischler erklärt die erfahrene Expertin, warum sich diese Mythen und Vorurteile so hartnäckig halten und wie Betroffene einen besseren Umgang damit finden können.
Neurodermitis – was bedeutet das eigentlich? Informationen, die dabei helfen, die chronisch-entzündliche Hauterkrankung besser zu verstehen, findest Du hier: Hier lernst Du mehr über die Hintergründe und Ursachen von Neurodermitis. Wenn Du noch auf der Suche nach einem passenden Dermatologen bzw. einer passenden Dermatologin bist, nutze den Ärztefinder, um Spezialist*innen in Deiner Nähe zu finden. Ein Ernährungstagebuch kann Dir dabei helfen, mögliche Trigger zu identifizieren. Schau Dir die wichtigsten Fakten rund um Neurodermitis in unserem eLearning an. Hör für weitere spannende Fakten auch in unsere erste Folge „Das Neurodermitis-ABC – ein Dermatologe klärt auf“ rein.
Weitere Informationen findest Du hier: www.leben-mit-neurodermitis.info
Du hast Feedback für uns oder weitere Fragen? Schreib uns auf Instagram @lebenmitneurodermitis.info
MAT-DE-2405216-1.0-12/2024 / MAT-DE-2405217-1.0-12/2024
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Dr. Max Tischler [9: Man muss aber auch sagen, ein einzelner Arztbesuch rettet ja auch nicht vielleicht alles sofort und direkt und man muss vielleicht eben mehrere Besuche auch einplanen, und ich finde es wichtig, dass man, ja, gewissermaßen dran bleibt und durch mehrere Besuche, dann vielleicht auch beim selben Arzt oder bei derselben Ärztin, eine gewisse Konstanz bekommt und dann eben auch ich, als Arzt, wenn ich die Perspektive sehe, Schritt für Schritt das Krankheitsbild näher erklären kann, weil, man muss die ganzen Informationen ja auch irgendwo aufnehmen können und ich weiß, dass gerade die Terminsuche, aber vielleicht auch die Arzt- oder Ärztinnen-Suche durchaus frustrierend sein kann, aber es gibt Hoffnung und es lohnt sich auf jeden Fall da, die Geduld zu beweisen, denn wenn man dann eben den richtigen Arzt oder die richtige Ärztin für sich gefunden hat, dann passt das auch. Wer wirklich lange schon mit seiner Neurodermitis lebt, der ist ja auch an diese schwere Belastung vielleicht ein bisschen gewöhnt oder der gewöhnt sich dran, an diese schwere Belastung, die eben mit der Neurodermitis einhergeht, aber das sollte eben nicht der Grund sein, dann gar keinen Arzt mehr aufzusuchen oder irgendwie zu resignieren, denn es hat sich ja in den letzten Jahren durchaus einiges getan und das ist auch irgendwie schön, auch für die ärztliche Seite, dass wir unseren Patientinnen und Patienten eben moderne Therapieoptionen zur Verfügung stellen können, die Erkrankung dadurch auch durchaus langfristig kontrolliert sein kann, und wenn sie nicht geheilt werden kann, dann trotzdem kontrolliert werden kann, und da muss man dann wirklich schauen, wenn man das Gefühl hat, dass die Neurodermitis nicht so gut unter Kontrolle ist, dann sollte man auf jeden Fall das Gespräch mit dem Dermatologen oder Dermatologin nutzen, und da kann ich nur appellieren, bereitet Euch gut auf den Termin vor, überlegt Euch, was ist schon gemacht worden, was habe ich für eine Erwartung vom Gespräch, was habe ich vielleicht für Fragen, die ich klären möchte, und dann kriegt man auch ein gutes Arztgespräch hin. Und wenn man dann nicht gleich die Erwartung hat, in einem Gespräch alles zu klären, sondern ein bisschen auf die Perspektive schaut, dann ist das eine Grundlage für ein sehr, sehr gutes Arzt-Patienten-Verhältnis.
Alissa Stein: Ach, wunderbar, ich bin mir sicher, das hilft ganz vielen Zuhörerinnen und Zuhörern weiter und macht ihnen hoffentlich auch wieder ein wenig Mut, aber es ist natürlich auch was menschliches, dass es einfach auch passt. Ja, wenn Betroffene noch nicht den passenden Dermatologen bzw. die passende Dermatologin gefunden haben, kann vielleicht auch der Ärzte-Finder auf der Webseite Leben-mit-Neurodermitis.info Abhilfe schaffen, und da verlinken wir Euch auch gerne nochmal den Link in den Shownotes, sodass Ihr da vorbeischauen könnt. Nun haben wir schon über einige mögliche Ursachen und Auslöser der Neurodermitis gesprochen, Karoline, welchen Einfluss hat denn die Ernährung? Muss man sich nur, sage ich mal, richtig ernähren, damit sich die Neurodermitis verbessert?
Dr. Karoline Jungclaus: Da kann ich ganz klar sagen, nein – und ich finde das immer ganz schwierig, gerade bei Kindern, wenn die Ernährungsrestriktionen sich selbst oder von der Familie auferlegt haben und dann der Ansicht sind, dass sie damit ihre Neurodermitis behandeln können. Sicherlich ist für alle Menschen eine ausgewogene, gesunde Ernährung wichtig, und für Menschen mit chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen umso mehr. Ja, das ist aber so, wie wir das auch kennen, also eher saisonale und frische Nahrungsmittel, viel Obst und Gemüse usw. So, und dann gibt es Nahrungsmittel, und das, Achtung, kann wirklich individuell sein, die einen Hautzustand verschlechtern. Das können z. B. säurehaltige Lebensmittel sein oder Histamin-haltige Nahrungsmittel oder Histaminliberatoren. Ich möchte jetzt, ehrlich gesagt, gar nicht so gerne Beispiele nennen, weil ich weiß, dass dann einige gleich das von ihrem Speiseplan streichen. Das möchte ich nicht. Ich möchte gerne, dass das mit der behandelnden Dermatologin oder dem Dermatologen besprochen wird. Und was auch wirklich viel Sinn macht, ist vielleicht mal ein kleines Ernährungstagebuch zu führen, kann man ja einfach ins Handy eintickern oder sich das Ernährungstagebuch irgendwo runterladen, und da dann aufschreiben, was esse ich eigentlich und was passiert dann mit meiner Haut. Und wenn es dann tatsächlich einen Zusammenhang gibt, dann kann man überlegen, ob man eine Testung macht, ob tatsächlich eine Allergie sogar vorliegt, oder ob man das Nahrungsmittel mal weg lässt. Aber einfach so zu denken, ich muss mich nur richtig ernähren und ich bin auch noch schuld, dass meine Neurodermitis schlechter ist, wenn ich mich mal nicht perfekt ernähre, ja, damit muss man wirklich aufräumen.
Alissa Stein: Gut, dass wir diese Folge hier aufzeichnen. Jetzt hast Du ja auch das Ernährungstagebuch erwähnt, und auch das haben wir auf der Webseite Leben-mit-Neurodermitis.info für Euch. Genau, jetzt hattest Du, liebe Karoline, erwähnt, dass einige Lebensmittel den Hautzustand beeinflussen können, Max, bedeutet das, dass ich, wenn ich Neurodermitis habe, automatisch eine Lebensmittel-Allergie habe oder auch andere Begleiterkrankungen wie Asthma?
Dr. Max Tischler: Kurz gesagt, nein. Es gibt natürlich keine Garantie, dass ich das habe oder nicht habe, und da muss man auch wirklich sagen, dass nicht jeder Betroffene oder jede Betroffene, die eine Neurodermitis haben, automatisch eine Lebensmittelallergie haben. Es gibt Betroffene, die durchaus eine Unverträglichkeit oder sogar eine Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel haben oder haben können. Dabei finde ich immer wichtig zu sagen, Unverträglichkeiten sind eben jetzt mal nicht so einfach testbar, dass ich einen Wert irgendwo bestimmen kann und dann etwas rausbekomme, bei Allergien habe ich da eine etwas bessere Chance. Häufig sind diese Testungen aber, wenn ich mich an meine Patientinnen und Patienten erinnere, dann durchaus negativ und deswegen macht es auf jeden Fall als allererstes Sinn, bevor man irgendwo wild irgendwelche Tests macht, bestellt oder irgendwo hingeht, dass man erstmal das Gespräch sucht und überhaupt einmal klärt, was macht Sinn zu testen, macht es überhaupt Sinn zu testen, wie sind denn die Beschwerden, und wir haben ja gerade auch schon gehört, bevor man eben diese Allergietests vielleicht mal durchführt, macht es ja auch Sinn, zum einen mal so ein Tagebuch zu führen, und auf der anderen Seite eben vor allem auch keine Mangelernährung durchzuführen, weil man irgendwie denkt, es sind ganz viele Nahrungsmittel, die da für die Neurodermitis möglicherweise verantwortlich sind, dass man die dann weglässt, das sollte man auf jeden Fall lassen. Es kann neben den Lebensmittelallergien natürlich, und das haben wir eingangs gesagt, zu Begleiterkrankungen bei dieser Systemerkrankung kommen. Das muss nicht sein, das kann aber vorkommen, denn die Neurodermitis gehört ja eben zum atopischen Formenkreis. Und jetzt mal die Frage: Was heißt denn atopischer Formenkreis? Was heißt Atopie? Das bedeutet, es ist eine gewisse genetische Veranlagung da, empfindlich auf harmlose Stoffe aus der Umwelt reagieren zu können. Was zählt dazu, also was sind Erkrankungen, die zu diesem atopischen Formenkreis zählen? Das können eben das allergische Asthma sein, die allergische Bindehautentzündung, aber auch allergischer Schnupfen, die sogenannte allergische Rhinitis, aber auch eben die Nahrungsmittelallergien, und wenn man eben Menschen hat oder ein Mensch ist, der eben unter einer atopischen Erkrankung leidet, dann ist das Risiko höher, eben auch weitere Erkrankungen aus dem atopischen Formenkreis zu haben oder eben unter diesen leiden zu können, und da muss man dann eben hinschauen.
Alissa Stein: Also doch alles etwas komplexer. Danke Max, für die Erläuterungen. Und wenn Ihr noch mehr über die Erkrankung erfahren möchtet, dann schaut auch gerne in unser eLearning „10 Fakten zu Neurodermitis, die Du kennen solltest“ rein. Auch dazu findet Ihr den Link in den Shownotes. Der nächste Mythos, um den es geht, besagt, dass Neurodermitis nur eine vorübergehende Erkrankung im Kindesalter ist und im Erwachsenenalter von selbst verschwindet. Was ist denn daran, Karoline?
Dr. Karoline Jungclaus: Ja, wir haben ja schon häufig das Wort heute „chronisch-entzündliche Erkrankung“ genannt, also es ist eine chronische Erkrankung. Es ist allerdings so, dass relativ viele Kinder eine Art Neurodermitis, sage ich mal, im Kindesalter zeigen können, und bei den meisten geht es schon wieder weg. Eine richtige Neurodermitis tritt meistens auf zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat und bleibt dann leider auch. Bei manchen geht sie im Laufe der Kindheit, verschwindet sie, oder im Laufe der Pubertät, wenn Hormonumstellungen sind, kann aber im späteren Erwachsenenalter wiederkommen. Ich möchte da wieder darauf hinweisen, dass man, dass es da kein Patentrezept gibt und keinen Fahrplan, wie es immer ist, sondern, dass das tatsächlich individuell unterschiedlich ist. Und ja, der Mythos, von dem Du eben gesprochen hast, die Neurodermitis ist eine vorübergehende Erkrankung, leider nein. Die Veranlagung bleibt und es ist eine chronische Erkrankung.
Alissa Stein: Ok, verstanden. Ich glaube, unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, die haben bereits einiges jetzt schon mitnehmen können, jetzt gibt es aber eine Frage, die da noch übrig bleibt, und die hattest Du, Max, auch schon am Anfang ein bisschen beantwortet: Ist Neurodermitis denn eigentlich heilbar?
Dr. Max Tischler: Ja, da habe ich jetzt tatsächlich nicht nur gute Nachrichten. Das habe ich ja am Anfang schon durchblicken lassen, die Neurodermitis selbst ist derzeit noch nicht heilbar, aber mal ganz ehrlich, das ist bei vielen anderen Erkrankungen eben auch so. Die gute Nachricht ist aber, dass es mittlerweile eben schon moderne Therapieoptionen gibt, mit denen die Hauterkrankung durchaus langfristig kontrolliert werden kann und somit es wirkt, als wäre man vielleicht ein bisschen so wie geheilt. Es lohnt sich also genau deswegen am Ball zu bleiben und auch das Gespräch mit Dermatologen oder Dermatologinnen mal zu suchen und mal zu fragen, ob man miteinander eben eine passende Therapie findet, und gerade auch, wenn man lange nicht beim Arzt oder bei der Ärztin gewesen ist, dass man dann eben durchaus dem Ganzen nochmal eine Chance gibt, auch wenn man vielleicht schon nach alter Tradition alles irgendwie durchgehabt hat, was Patienten mir hier gerne in Dortmund mal sagen, dass man da doch mal sprechen kann, ob es nicht andere Therapieoptionen mittlerweile aus der Forschung eben gibt.
Alissa Stein: Ja, und wenn Ihr Euch da noch weiter darüber informieren möchtet, wie gesagt, dann schaut sehr gerne auf unserer Webseite Leben-mit-Neurodermitis.info vorbei, da findet Ihr wirklich umfassende Informationen. Max und Karoline, habt Ihr beide noch Tipps, was ich außerdem tun kann, um mich in meiner Haut wohler zu fühlen, ja, und den Vorurteilen vor allem auch zu begegnen? Max, magst Du einmal starten?
Dr. Max Tischler: Na klar. Ist manchmal gar nicht einfach, mir gehen irgendwann, glaube ich, auch mal die Tipps in diesem Podcast vielleicht aus, aber wir sind ja jetzt in der Winterzeit und da mag man sich ja vielleicht mal ein bisschen verkriechen zuhause, weil es eben draußen kalt ist, weil es irgendwie windig ist, weil es vielleicht auch nicht nur der Haut gut tut, aber da muss ich auch sagen, auch durchaus bei dem kalten Wetter vielleicht dennoch mal rausgehen, um den Kopf bewusst freizubekommen, die Haut natürlich vorher entsprechend pflegen und die Basistherapie durchführen, aber ich glaube, ein schöner Spaziergang, auch in der Winterzeit draußen, der schadet nicht und der gibt ja auch dem Kopf eine gewisse Entspannungsphase zurück.
Alissa Stein: Unbedingt! Karoline, wie lautet denn Dein Tipp?
Dr. Karoline Jungclaus: Also, ich würde, glaube ich, sagen, dass man tatsächlich mal versuchen soll, sich auf den etwas moderneren Social-Media-Plattformen vielleicht mit anderen Betroffenen zu connecten. Es gibt wirklich mittlerweile so tolle Internetseiten, so tolle Instagram-Accounts, wo man erstens Tipps und Tricks sich holen kann, aber vielleicht auch mit anderen sich austauschen kann und, ja, mal, wie reagiere ich eigentlich, wenn jemand irgendwie das und das fragt „Warum sind Deine Augen so rot“ oder so, ne, „Warum sind Deine Lieder so aufgekratzt und kannst Du nicht aufhören, Dich zu kratzen?“ Ich kann mir vorstellen, dass, wenn man da so ein bisschen was an die Hand kriegt, dass man dann nochmal ein bisschen selbstbewusster durchs Leben gehen kann.
Alissa Stein: Unbedingt, und das ist auch so, so wichtig, da finde ich es auch klasse, dass wir heute vor allem diese Folge nutzen, um da Aufklärung zu betreiben. Vielen lieben Dank Euch beiden. Ja, und wenn Ihr noch mehr Impulse dazu sucht, dann hört auch gerne in unsere erste Folge des „Leben mit Neurodermitis – Der Hautnah-Podcast“ rein, da hatten wir nämlich die Folge: „Das Neurodermitis-ABC, ein Dermatologe klärt auf“, und ich hoffe, dass wir nun etwas mit falschen Mythen aufgeräumt haben und die dadurch entstehenden Vorurteile zumindest ein Stück weit beseitigen konnten. Ja, die Zeit, die ist mal wieder verflogen und der Podcast, der nähert sich schon wieder dem Ende zu, aber nicht, bevor Ihr beiden uns nochmal einen abschließenden Tipp rund um Mythen und Vorurteile bei Neurodermitis gegeben habt. Ich weiß Max, Du hast gerade gesagt, Dir gehen fast schon die Tipps aus, aber ich bin mir sicher, hier hast Du nochmal einen Tipp für die Betroffenen, den Du gerne mit auf den Weg geben möchtest.
Dr. Max Tischler: Ja, ich habe mir gedacht, macht Euch auf jeden Fall nicht verrückt. Glaubt nicht sofort alles, was irgendwer irgendwo irgendwann erzählt hat, das hilft auch. Und besprecht, wenn Ihr Fragen habt, das gerne mit Eurem Dermatologen oder Eurer Dermatologin.
Alissa Stein: Dankeschön! Karoline, Dein abschließender Tipp.
Dr. Karoline Jungclaus: Ja, mein Tipp ist jetzt vielleicht nicht rund um den Mythos, aber mir ist immer ganz wichtig, dass die Betroffenen nicht denken, dass sie selbst Schuld sind an ihrer Erkrankung, weil vieles, was man an der Neurodermitis, an der Haut sieht, geschieht ja durch das Kratzen. Aber so ein Juckreiz kann ebenso stark sein, das ist mit eins der schlimmsten Sensationen, die man an der Haut haben kann, und da kann man manchmal nicht anders. 70 % des Kratzens macht man im Schlaf. Mir ist einfach wichtig, dass die Betroffenen nicht denken, sie müssen sich z. B. nur richtig ernähren und dann ist ihre Neurodermitis weg, sondern, dass es eine Erkrankung ist und dass es eine dauerhafte Behandlung und gute Betreuung braucht, um die in den Griff zu kriegen, zumindest wenn die relativ schwer ausgeprägt ist.
Alissa Stein: Total, und ich glaube auch einfach, dass die Aufklärung und der Austausch da ein ganz, ganz wichtiger Aspekt ist. Ich weiß noch damals, bei einem Familienmitglied von mir, war die Neurodermitis ganz stark ausgeprägt an der Hand und, ja, zum Teil war da Ablehnung, man wollte der Person nicht mehr die Hand geben, und deswegen ist es natürlich so, so wichtig, dass wir darüber reden und, ja, diese Aufklärung betreiben und das es nichts mit mangelnder Hygiene etc. zu tun. Also in diesem Sinne danke ich Euch beiden ganz, ganz herzlich. Es hat mir ganz viel Spaß gemacht und ich finde, wir haben eine Menge gelernt und vor allem viele wertvolle Fakten und Tipps rund um Mythen und Vorurteile bei Neurodermitis von Euch beiden bekommen. Danke Euch!
Dr. Karoline Jungclaus: Vielen, vielen herzlichen Dank, mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht, und ich hoffe, dass alle Zuhörerinnen und Zuhörer was mitnehmen konnten aus dem Podcast.
Dr. Max Tischler: Ja, vielen Dank auch von meiner Seite. Es war wieder schön, wieder ein neues Thema, neue Einblicke auf die Erkrankung, und ich hoffe, jeder nimmt ein bisschen was mit für sich.
Alissa Stein: Ganz, ganz sicher. Also Euch beiden Danke, dass Ihr Euer Expertenwissen wieder mit uns geteilt habt. Und spannende Tipps und Infos rund um ein Thema, das sehr viele von Euch beschäftigt, das gibt es auch in unserer nächsten Folge für Euch. Seid gespannt und, vor allem, abonniert unseren Podcast, damit Ihr die kommende Folge nicht verpasst. Ihr möchtet die Zeit dazwischen nutzen und Euch weiter über Neurodermitis informieren oder auch mit anderen Betroffenen austauschen? Dann schaut doch gerne mal auf unserer Webseite Leben-mit-Neurodermitis.info und natürlich auch unserem Instagram-Kanal Leben_mit_Neurodermitis.info vorbei. Ihr habt noch Fragen rund um das Thema mit Neurodermitis? Ja, dann schickt uns gerne eine Direktnachricht über unseren Instagram-Kanal. Und wenn Euch diese Podcast-Folge gefallen hat, dann freuen wir uns riesig über eine 5-Sterne-Bewertung. Bei Spotify, da geht ganz, ganz schnell. Ihr müsst dazu nur links oben bei unserer Show auf die Sterne klicken. Vielen lieben Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Alissa Stein: Die Folge wurde präsentiert von Sanofi und Regeneron.
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